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20.08.2007 Grüezi die Herren aus Schwamendingen! Ich war zu Besuch bei Ihnen und am frühen Morgen dachte ich zuerst die Hölle würde sich auftun unter mir! Diese Verkehrsflugzeuge landen doch tatsächlich am morgen so um sechs Uhr und das direkt über den Köpfen von alten Leuten und kleinen Kindern! Hier muss der Staat einschreiten! Die Flüge müssen vom Norden her anfliegen! Egal ob Protest aus Deutschland oder nicht! Micht Tantini, Bern
16.07.05 Ich beziehe mich auf das Mail vom 11.07. "Fluglärm über der Stadt". Ich wohne in Wiedikon, unser Fluglärm ist bestimmt viel geringer als an vielen anderen Orten. Und diese Leute tun mir leid, wie können Sie diesen Fluglärm ertragen? Aber in letzter Zeit sind auch hier die Flug-Geräusche unerträglich geworden. Es ist eine permanente Berieselung, welche mit der Zeit Stress auslöst. Man wacht damit auf, man verbringt den Feierabend damit. Zürich ist gerade daran den wichtigsten Grund zu verlieren weshalb man hier wohnen will, die Lebensqualität. Ich persönlich finde es langsam unerträglich. Wenn sich nichts ändert werde ich wegziehen, obwohl ich fast mein ganzes Leben hier verbracht habe, und es mir fast nicht vorstellen kann woanders zu leben. Ich finde der Flughafen muss unbedingt kleiner werden. Ich verstehe es nicht, es nervt alle Leute, das müssen inzwischen Hunderttausende sein, und irgendwie passiert nichts. Eben auch viele solche wie ich, mit zwar leichtem, permanentem, aber trotzdem zermürbendem Fluglärm. Und alles mitten über die Stadt ?? Name dem Webmaster bekannt, aus Zürich-Wiedikon
Antwort: Spätestens 2007 wird die Zürcher Bevölkerung die Möglichkeit haben, sich zur Flughafenpolitik und zur Grösse des Airports zu äussern. Auch im Jahr 2007 sollte gemäss Fahrplan der SIL-Prozess beendet sein, in diesem Prozess wird die Grundlage für ein definitives Betriebsreglement erarbeitet. Daher gilt es standhaft zu bleiben und weiterzukämpfen! M.Savarioud 11.07.05 Seit einiger Zeit fällt auf, dass viel lauter als die Südanflüge, Starts von Westen her über die ganze Stadt über den Zürichberg und Witikon Richtung Osten donnern, alle 2 Minuten. Das war früher nicht so schlimm wie jetzt. Wie kommt das und warum ? Ess geht doch nicht, dass die Flugzeuge nun beim Start über die ganze Stadt fliegen ! Wissen Sie etwas genaueres? Name dem Webmaster bekannt, aus Witikon Antwort: Aufgrund der einseitigen deutschen Verordnung mussten die Warteräume vom süddeutschen Raum in die Schweiz verlegt werden. Daher kam es zu einer Reorganisation der Luftraumstruktur, konkret wurden die Abflüge um einige Kilometer Richtung Süden verlegt, so dass heute Gebiete der Stadt Zürich Fluglärm haben, welche früher praktisch kein Fluglärm hatten. Das BAZL hat im 6. neuen Betriebsreglement die Verlängerung der Betriebszeiten für Weststarts auf Antrag der Unique von heute 07-21 auf 06:30-22 Uhr genehmigt. Dies wird die Stadt Zürich mit noch mehr Fluglärm belasten und hat mit der deutschen Verordnung keinen Zusammenhang, sondern einzig mit dem Wunsch der Unique nach mehr Kapazität. Dagegen hat ZGF Rekurs bei der REKO INUM eingelegt. Solange diese Rekurse nicht erledigt sind, (wir möchten diese nötigenfalls bis ans Bundesgericht ziehen), kann die Unique diese Kapazitätssteigerung nicht einführen. Mit der Volksinitiative für eine realistische Flughafenpolitik (www.flughafeninitiative.ch) kämpfen wir mit persönlichem und finanziellen Engagement für eine Nachtruhe von 22-07 Uhr und einer Plafonierung der Flugbewegungen. Damit möchten wir kapazitätsbedingten Änderungen des Betriebsreglementes den Garaus machen. M.Savarioud,
09.07.05 Wenn die fuhrerische geprägte Studie über das Wachstum des Flughafens die gleiche Trefferquote aufweist wie die Prognosen von Politik und Wirtschaft für das Wirtschafts - wachstum in der Schweiz, dann wird aus dem HUB-Traum ein Albtraum bzw. der Flughafen ein Heissluftballon-Platz, der aus den Resten des Fuhrer-Fierz-Filz-Furzes betrieben wird. Name dem Webmaster bekannt
19.03.05 Ich habe soeben ihr Infoblatt 02/04 gelesen. Darin begrüssen Sie Elemente der Flughafenpolitik der Zürcher Regierung (Keine Südanflüge, Einhaltung einer Nachtruhe, Lärmfreifenster für die übrigen Regionen - sicherlich alles Punkte, die man aus Fairness allen Anwohnern gegenüber begrüssen muss). Andererseits sprechen Sie von Widersprüchlichem (Dual Landing, unterschiedlicher Focus der Regierungsrätinnen Fierz und Fuhrer (RELIEF versus GNA)). Wie muss man diese Widersprüchlichkeiten unter Beibehaltung des Begrüssenswerten Ihrer Meinung nach kombinieren? Ich persönlich halte die Diskussion um einen Plafond für eine Ablenkungsdiskussion von den beiden zentralen Fragen: WO fliegt man WANN (und mit was für Flugzeugtypen)? Das WO und das WANN muss in einem Betriebsreglement geregelt werden - danach richtet sich dann auch die Kapazität und nicht umgekehrt. Die Lärmbekämpfung soll darüber hinaus durch die Förderung leiser Flugzeugtypen geschehen. Ich will diesen Standpunkt an einem konkreten Zahlenbeispiel verdeutlichen: Der Flughafen mit seinen Pisten gibt gem. Regierung maximal 350k Flugbewegungen her. Reduzierte man diese in einem "Kompromiss" auf 320k, so ergäbe dies bei gleichbleibendem Flottenmix und Flugverfahren eine Lärmreduktion von ca. 0.39dB - bei einer Plafonierung bei 250k wäre die Lärmreduktion ca. 1.07 dB. In beiden Fällen also eine lächerlich geringe Lärmreduktion. Vorallem ändern sich dadurch die störend empfundenen Spitzenpegel überhaupt nicht. Man würde halt einfach von 32 oder 25 anstatt 35 Fliegern geweckt. Es würde wahrscheinlich einiges mehr bringen, die lautesten 10% der Flugzeuge durch die 10% leisesten Flugzeugtypen zu ersetzen. Die Forderung nach einem Plafond ist somit v.a. "Fluglärmpopulismus". Eine Synthese des Wünschbaren mit dem Ausschluss des Widersprüchlichen und Unsinnigen wäre also die regierungsrätliche Flughafenpolitik unter ausschluss des sog. "Dual Landing". Damit der Bevölkerung allerdings die gewünschte lärmfreie Zeit und eine stabile Nachtruhe auch zugesichert werden kann, müssen die Pisten einen "robusten" Betrieb erlauben. Wir kommen dazu schlicht nicht darum herum, auch die Ostpiste - genau wie die Süd- und Nordpiste für alle Flieger tauglich zu machen. Der Regierungsrat hat ja gesagt, eine solche Pisteninvestition dürfe nicht der Kapazitätssteigerung dienen, sondern müsse eine qualitative Verbesserung für das Volk bringen. Dieses Versprechen an die Bevölkerung sähe ich eben in der Art umgesetzt, dass auf "Dual Landing" im def. Betriebsreglement verzichtet wird. Gegenüber heute könnte also ein Pistenausbau etwas bringen. Heute starten wir aufgrund der mangelnden Landekapazität der Piste 34 den Flugbetrieb ja mit sehr viel Verspätung - was dazu führt, dass der Verspätungsabbau z.T. bis nach Mitternacht geschieht - mit den Bekannten negativfolgen für die Bevölkerung. Die schlechte Kapazität der Südpiste führt insbesondere am Abend dazu, dass über die Südschneise bis nach Mitternacht gelandet werden MUSS (wir können die Flieger ja nicht die Nacht durch im Warteraum verweilen lassen, ebensowenig können wir es uns wohl erlauben, den Fliegern am Abend den Start zu verweigern und sie über mehrere Stunden zu "konfiszieren"). Können Sie sich vorstellen, dass Exponenten ihrer Partei einer längeren Ostpiste zustimmen, wenn die Regierung im Gegenzug per Betriebsreglement dafür sorgt, dass die dadurch mögliche robustere Pistennutzung der Verbesserung der Nachtruhezeit dient und kein "Dual Landing" ins Betriebsreglement aufgenommen wird? (Dies ginge ja Hand in Hand mit Verspätungsabbau) Bei einer Abstimmung im Kantonsrat über den Verkehrsrichtplan könnten die SP-Vertreter der Stadt Zürich entscheidend sein. Thomas Stäubli, Küsnacht
Antwort: Wenn Sie meinen Kommentar in betreffender Infozeitschrift genau durchlesen, merken Sie, dass ich die Haltung des Regierungsrates für Widersprüchlich halte. Einerseits wird das eine gepredigt (zB. Keine Südanflüge, Ruhezeitfenster für alle) und das Gegenteil gemacht (Regierungsrat hat Südanflüge beantragt, und die Aufhebung jeglicher Ruhefenster im Süden gutgeheissen). Dies deshalb, weil der Regierungsrat um keinen Preis die Kapazität des Flughafens beschränken möchte. Gerade deshalb ist die Beschränkung der Flugbewegungen und die Ausdehnung der Nachtruhe zentral. Das Wo hat einen grossen Zusammenhang mit dem wieviel, als Beispiel kann der Wide left turn und auch das beantragte Duallanding erwähnt werden. Beides wird bei steigender Kapazität nicht zu verhindern sein, auch der GNA mit seiner beschränkten Kapazität wird unrealistisch je mehr Flugbewegungen geflogen werden. Die von Ihnen genannten Dezibel- Werte beziehen sich auf den Leq-Wert. Diese Art der Lärmmessung lehnen wir ab. Wenn Sie den Leq-Wert aber zur Grundlage nehmen wollen, dann müssen Sie den Südanflug akzeptieren, in Schwamendingen sind dadurch nur 56 Leute durch den Imissionsgrenzwert betroffen, ab Dübendorf gar niemand mehr. Oder anders gerechnet, ein Jumbo-Jet verursacht gleichen Lärm wie 70! Airbusse! Diese 70 Airbusse können aber nicht über die gleiche Flugroute geführt werden, man muss also entweder Pisten ausbauen oder die Flugbewegungen verteilen. Der Südstart zB. hätte eine grössere Kapazität, wenn nebst left auch right turn und straight away geflogen werden könnte. Der Süden gräbt sich seine Grube selber, wenn er Kapazitätsbeschränkungen ablehnt. Ich hoffe, Sie haben wenigstens einen Fallschirm. M.Savarioud
01.03.05 Herr Savarioud, doch bitte nicht so schnell den Kopf in den Sand stecken! Auch mir ist klar, dass der nun beantragte GNA auf Sicht die Südanflüge nicht mal zur Hälfte wegbringen kann. Aber Unique will ja später dieses Verfahren mit präzisen Instrumenten führen, was dessen Einsetzbarkeit massiv erhöhen wird. Sollten dann noch 10% der Tage Südanflüge übrig bleiben, so können wir wohl damit leben. Wichtig ist, dass der GNA nun kommt und Skyguide und Unique damit Flugdaten sammeln können. Der Stadtrat von Zürich hat darüber hinaus den Standpunkt des Regierungsrates zu Relief ja begrüsst. Leider ist diese regierungsrätliche Haltung mit Hans Hollenstein stark gefährdet! Lassen Sie mal die Parteipolitik weg - Hans Hollenstein schaut primär für seine Ostanwohner, denn selbst wenn man wie er für eine sog. "gerechte" Lärmverteilung ist (sein Bekenntnis zu Nordausrichtung ist rein wahltaktischer Natur, sie sollten ihn mal früher gesehen haben, wie er sich da für "gerechte" Lärmverteilung ins Zeug gelegt hat!), so müsste man für einen Ausbau der Piste 28 einstehen, damit z.B. in einem "Rotationssystem" an den vorgesehenen Tagen die Piste mit hoher Wahrscheinlichkeit auch benutzt werden kann. Ich verstehe nicht, warum man sich aus der Stadt Zürich von offizieller Seite nicht stärker gegen Hollenstein und seine "Fairteilungs"-Absichten zur Wehr setzt?! Was ist Ihnen wichtiger: Ob der kantonale Steuersatz 100 oder 105% beträgt und ob der Regierungsrat in gesellsapolitischen Belangen mit 6:1 oder 5:2 im Sinne der Liberalität entscheidet oder ob täglich um 6 Uhr früh der erste Jet über der Stadt Zürich landet? Zweiteres droht weiterhin mit Hans Hollenstein! Wird nämlich der GNA aus irgendwelchen Gründen verhindert, so ist der Ostpistenausbau vorderhand das einzige Mittel um die Südbevölkerung zumindest teilweise vom Morgenlärm zu entlasten, insbesondere am Wochenende! Thomas Stäubli, Küsnacht
Antwort: Die Unique möchte mit dem 6. neuen Betriebsreglement auch koordinierte Landungen von Süden und Osten. Unique tendiert meistens dazu, die Variante zu wollen, welche eine höhere Kapazität hat. Was Unique will, wird sich noch zeigen. Das Volk kann darüber nicht mitentscheiden, das SIL-Verfahren wird hier entscheidend sein. Unsere Nachbarkantone sind in diesem Verfahren im Entscheidungsprozess einbezogen und nicht die Bürgerorganisationen. Weder ZGF noch ich haben je den Kopf in den Sand gesteckt, und planen dies auch für die Zukunft nicht. Davon zeugen unsere vielen Aktivitäten, die mehreren Tausend von ZGF gesammelten Unterschriften für die Volksinitiative für eine realistische Flughafenpolitik, sowie die 1600 Sammeleinsprachen gegen das 6. neue Betriebsreglement (von insgesamt 4000-6000 Einsprachen!) um nur einige zu nennen. Wenn man den Osten stetig dazu auffordert, zusammen mit dem Süden für den GNA zu kämpfen,sich aber gleichzeitig für Relief stark macht, muss man sich nicht wundern, wenn der Osten da nicht mitmacht. M.Savarioud
28.02.05 Der Flughafen Zürich spielt eine zentrale Rolle für die wirtschaftliche Position der Stadt und ich bin bereit, auch die Nachteile dieser Errungenschaft zu tragen - Fluglärm ok, aber nach Mitternacht geht zu weit! In der Nacht vom 27. auf den 28. Februar fanden mehrere Anflüge nach Mitternacht statt. Das darf nicht sein! Die Ruhezeit sollte mindestens von 23 Uhr bis 6 Uhr respektiert werden. Name dem Webmaster bekannt, aus Schwamendingen
Antwort: Wir fordern eine 9 stündige Nachtruhe von 22-07 Uhr, dies ist wirtschaftlich verkraftbar. Unserer Volksinitiative für eine realistische Flughafenpolitik trägt Ihren und unseren Forderungen nach einer verlängerten Nachtruhe Rechnung. Die Ausbauplänen der Unique gehen leider in die andere Richtung. Mit dem beantragten 6. neuen Betriebsreglement, möchte die Unique die Betriebszeiten für Südstarts von heute 07-21 auf 06 - 22 Uhr ausdehnen, die bestehenden Ruhefenster (tagsüber 7.5 Stunden) abschaffen und gleichzeitige Landungen von Süden und Osten erlauben. Das Volk wird im Jahr 2007 mit einem Ja zu unserer Volksinitiative die Gelegenheit haben, dem unbegrenztem Wachstum des Flughafens zulasten der Bevölkerung eine Abfuhr zu erteilen. Marcel Savarioud
26.01.05 ZGF empfiehlt Ruth Genner für den Regierungsratsersatz, u.a. mit der Begründung, sie sei gegen Süd- an- und abflüge. Leider ist dies aber nicht ganz korrekt. Gestern am Wahlpodium vom Tele Züri hat sie gesagt, sie wolle nicht ausschliessen, dass auch Flugzeuge über Süden landen. Es kommt viel mehr drauf an, wo die Flugzeuge durchfliegen, als ob man nun von 25 oder 35 Flugzeugen am morgen geweckt wird. Thomas Stäubli, Ebmatingen
Antwort: Gemäss unserer Wahlumfrage ist sie gegen Südanflüge wie auch gegen neue Flugrouten im Südstartverfahren (wide left turn). Ihre Aussage, dass die Südanflüge nicht gänzlich verschwinden werden, entspricht wohl leider der Realität und ist damit nur ehrlich. Weder der GNA auf Sicht noch Relief werden die Anflüge gänzlich zum verschwinden bringen. Ruth Genner setzt sich im Gegensatz zu Bortoluzzi nebst einer Plafonierung bei 250'000 Flugbewegungen für eine 9 stündige Nachtruhe ein. Diese Nachtruhe bringen die Anflüge zwischen 06-07 Uhr weg, unabhängig von deren Anzahl und Flugroute. Bortoluzzi vertraut hingegen auf die Richter in Luxemburg (welche die SVP notabene als EU-Vögte a la Gessler bezeichnet), sollte diese Hoffnung zunichte gemacht werden, wird Bortoluzzi die Südanflüge befürworten, steht die Kapazität für ihn im Vordergrund. M.Savarioud