Wein trinken und Wasser predigen
So lautet die Devise des Regierungsrates, der Unique und des Bundes. Sie wollen mit
Relief und dem gekröpften Nordanflug den dichtbesiedelten Süden von Fluglärm entlasten,
beantragen oder beschliessen aber mit dem 6. neuen Betriebsreglement das pure Gegenteil.
Wenn es der Regierungsrat und der Bund mit der Entlastung des Südens vom Fluglärm
ehrlich meint, zieht er das 6. neue Betriebsreglement sofort zurück bzw. lehnt dieses ab.
Dazu fordern wir die verantwortlichen Stellen auf!
Bereits mit unserer Gegenkonferenz vom 17. Februar 2004 haben wir mit Vehemenz gegen
die Absicht demonstriert, den dichtbesiedelten nahen Süden mit pausenlosem Fluglärm
zuzudecken. Mit Entrüstung nehmen wir zur Kenntnis, dass das BAZL dem Bestreben der
Unique nach weiteren Kapazitätssteigerungen nachgibt. Bereits ab 30. Oktober 05 sollen
per Notrecht der wide left turn eingeführt werden. Erneut werden tausendfache Einsprachen
und geltende Rechtswege ignoriert. Unseres entschiedenen Widerstandes gegen die Südan-
und abflüge entledigt sich damit aber nicht. Im Gegenteil!
Wir werden diesen unakzeptablen Entscheid nötigenfalls bis an das Bundesgericht
weiterziehen. Ausserdem lancieren wir eine Petition, mit welcher wir den Bundesrat, den
Regierungsrat sowie den Stadtrat von Zürich und Dübendorf auffordern, alles in ihrer
Macht Stehende zu tun, um das Inkrafttreten dieses Betriebsreglementes zu verhindern.
Jährlich sollen Zehntausende startender Maschinen im Tiefflug (wide left turn) über
Schwamendingen, Dübendorf und weitere dichtbesiedelte Wohngebiete im Glattal
hinwegdonnern und die Nachtruhe für diese dichtbesiedelte Gebiete weiter beschnitten
werden. Gleichzeitige, koordinierte Landungen von Süden und Osten sollen ermöglicht
werden. All dies dient nur der Kapazitätssteigerung.
Wir vom ZGF kämpfen gegen diese weiteren Verschlechterungen und fordern die
Bevölkerung auf, uns dabei weiterhin zu unterstützen.
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